Café Karussell

im Switchboard

Das Café ist ein Stadtteiltreff für Männer liebende Männer der Generation 50plus. Es handelt sich um ein gemeinschaftliches Projekt des Frankfurter Verbandes mit der AG 36, dem schwulen Zentrum der Aids-Hilfe Frankfurt, in Kooperation mit der Gruppe 40plus „Schwules Forum Frankfurt".

 

Mit seinem Angebot bietet das Café einen Raum, in dem sich ältere schwule Männer untereinander sowie mit ihren Freunden und Bekannten ohne Angst vor Zurückweisung treffen können. Auch Jüngere Schwule sind übrigens herzlich willkommen.

 

Die Veranstaltungen finden normalerweise am 1. und 3. Dienstag des Monats von

14:30 bis 18:00 Uhr statt. In Ausnahmefällen kann von diesem Rhythmus abgewichen werden.

 

Treffpunkt ist wie immer das Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt am Main.

 

Öffnung: ab 14:30 Uhr mit Kaffee und Kuchen

Beginn der Themenveranstaltung: ca. 15:30 Uhr

 

Auch Jüngere Schwule sind übrigens herzlich willkommen.

 

Das Café Karussell ist ein offener Stadtteiltreff mit einem vielseitigen/wechselnden Themen- und Programmangebot.

 

Informationen und hilfreiche Tipps:

  • Wie will ich mein Alter gestalten?
  • Welche Vorsorgeregelungen sollte ich treffen?
  • Wie finde ich Freunde und einen Partner?
  • Sexualität im Alter

 

Kulturelle Angebote:

  • Gesellige Runden mit Musik
  • Lesungen & Fortsetzungskrimis
  • Schlagerparade der 60er und 70er Jahre
  • Selbstporträts & Biografisches
  • Travestie

Peter Gehweiler

 

Hansaallee 150

60320 Frankfurt am Main

Telefon: 069 299807-2353

E-Mail: peter.gehweiler@frankfurter-verband.de

Kontakt

Aktuelle Termine

Das Motto des Monats Juni lautet:

"Reform statt Aufstand?"

 

Am 27. Juni 1969 wehrten sich tausende Schwule in New York gegen eine der vielen Polizeirazzien in den Bars der Leben- und Schwulenszene. Am 25. Juni 1969, also 2 Tage davor, wurde nach über 15-jährigem Ringen die erste Reform des §175 offiziell verkündet. Am 1. September 1969 trat sie in Kraft.

 

04.06.2019: Geschichte des § 175 StgB

Am 25. Juni beschließt der Deutsche Bundestag das Erste Gesetz zur Reform des Strafrechts. Die "Schmach des Jahrhunderts" wie der Aktivist der ersten deutschen Homosexuellenbewegung, Kurt Hiller, den "Schwulen-Paragrafen" einmal genannt hat, wird darin nach über 15 Jahren gesellschaftspolitischer Diskussion vorsichtig reformiert. Wir wollen nach einem kurzen Impulsreferat gemeinsam auf die Auswirkungen dieses Gesetzes auf unser Leben in den 1970er Jahren schauen. Hat die Reform tatsächlich eine tiefgreifende gesellschaftliche Änderung gegenüber Homosexualität eingeläutet? Lässt sich die damals begonnene Liberalisierung auch wieder zurückdrehen?

 

18.06.2019: Was war vor "Stonewall"?

Der dreitägige Aufstand von Lesben, Schwulen und Trans*-Menschen, der in der Nacht zum 28.6.1969 von einer der üblichen Polizeirazzien in der Szenebar "Stonewall" in New York ausgelöst wurde, schien aus dem Nichts entstanden zu sein. Eine spontane Widerstandsbewegung, die die politische Einmischung von LGBTIQ-Menschen in aller Welt nachhaltig verändert hat. "Widerstand ist möglich!" lautet bis heute die Botschaft. Aber: Wie Filme und Bücher von Zeitgeschichtlern nahelegen, gab es eine Vielzahl von Entwicklungen, die bereits in den 50er und 60er Jahren den Boden für "Stonewall" bereiteten. Wir wollen uns die verschiedenen Quellen anschauen und darüber diskutieren.

 

 

Das Motto des Monats Juli lautet:

"Swing meets Tango"

 

Nach reichlich Politik und Geschichtsunterricht im Mai und Juni geht es diesmal um die die leichte Muse.

 

02.07.2019: Tango Argentino

Die Geschichte des argentinischen Tango ist eng mit der Landschaft und den Großstädten an der Mündung des Rio de la Plata verbunden. Am Ende des 19. Jahrhunderts suchten rund 6 Millionen Europäer aus wirtschaftlicher Not in den Großräumen Montevideo und Buenes Aires ein besseres Leben. Diese "Wirtschaftsflüchtlinge" (würde man heute sagen) folgten einem groß angelegten Einwanderungsprogramm der argentinischen Regierung. Als die geplante Landreform am Widerstand der Großgrundbesitzer scheiterte, zog es viele zurück in die Hafenstädte. Die Menschen, die voller Hoffnungen nach Südamerika ausgewandert waren, hatten nun keine Perspektiven mehr. Vor dem Hintergrund von Elend, Frauenmangel und Prostitution entstanden dort Vorformen des Tango, dem in seiner heutigen Form seine kreolisch-afrikanischen Wurzeln kaum mehr anzumerken sind. Walter Castillo ist ein wunderbarer Tenor aus Argentinien und wird uns mit Bildern und Tangolieder ein unterhaltsames Panorama seiner Heimat vorstellen.

 

16.07.2019: Swing mit 88 Jahren

Auch mit fast 90 Jahren stellt Dieter Middendorf seine heißgeliebte Swing-Musik in der Sendung "Das waren noch Zeiten" im Bürgerradio Radio Rheinwelle in Wiesbaden vor. (Siehe https://www.youtube.com/watch?v=pyko8pariT8) Der "Swing" war wie viele Jazz-Stile ursprünglich eine afro-amerikanische Weiterentwicklung aus Dixieland und Chicago-Jazz, wurde aber wegen seiner guten Tanzbarkeit sehr schnell auch von weißen Big-Bands adaptiert. Im Deutschland der NS-Zeit galt Swing als "entartet" und die "Swing-Jugend" war politisch verdächtig. Da Dieter Middendorf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr die Reise nach Frankfurt antreten kann, hat er uns die Aufzeichnung einer Sendung über den Swing vom 09.11.2014 überlassen, die wir zu Bildern aus den 20er und 30er Jahren abspielen werden.

 

 

Außerdem:

Jeden Dienstag in der Zeit von 14:00 bis 16:00 Uhr bietet ein qualifizierter Berater der AG36 – Schwules Zentrum – telefonische (069) 295959 und persönliche Beratung für homosexuelle Männer 60 plus in der Alten Gasse 36 an.

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